Letzte Zeit denke ich ständig daran, dass ich mich egoistisch verhalte: bin oft allein, telefoniere kaum, skype ganz kurz, fotografiere ungern und wenn doch, dann behalte meine digitalisierte Welt nur für mich selbst, im Postbox liegen unbeantwortete Emails, also, werde eingefleischte Soziopathin. Aber es ist doch einfach, paar Zeilen hier einzutragen? Der Blog von mir stellt keine literarische Ansprüche, ist eher für einen sehr begrenzten Kreis und das gefällt mir auch.
Also, was bin ich?
Ich befinde mich in der Phase der Doch-Kaffee-Trinkerin, und am besten mit viel Milchschaum, der gelegentlichen Brot-Esserin, der Am-WE-viel-Eis-Esserin, der Am-Abend-lieber-im-Bett-Fernseher-Zuschauerin, und wie immer, Viel-Sorge-Macherin.
Das Surf-Stick ist eine sehr feine Sache, muss aber nächste Woche unbedingt Guthaben aufladen, finde aber im Umkreis keine DM oder Lidl-Filiale.
Ich habe einen Balkon mit toller Aussicht. Über Hanau liegt die Einflugschneise von FRAPORT. Zuerst fand ich die Tatsache so faszinierend, jede 5. Minute einen Boeing im Himmel anschauen zu dürfen. Dann sah ich einen Protest-Aushang an einer Litfaßsäule an, der Fluglärm solle Brustkrebs und Herzkrankheiten verursachen. Dann habe ich begonnen, mir Gedanken zu machen ;) Rechtzeitig kam isländische Aschewolke! Das letzte WE war extrem ruhig. Im twitter fand ich einen witzigen Eintrag: die Bewohner von Einflugschneise-Orten sollen Eyjafjöll-Partys organisieren.
Mein Handy dient jetzt nur als Wecker. Warum? Siehe Absatz 1, da oben.
Und wenn ich da tippe, dann nur etwas Solides (Maria, Elisabeth, Ihr seid Ausnahmen), so wie: "Papa, ich komme nächste Woche nach Hause, Inschalla!"
Sonntag, 25. April 2010
Montag, 12. April 2010
Pride und prejudice dem Sonntag gegenüber
Ich hasse im Großen den Tag – Sonntag. Aber das verhindert nicht, von einem perfekten Hasstag zu träumen. In diesem vollkommenen Leben stehe ich vor dem Sonnenaufgang munter auf und breche mich auf, am Mainufer zu joggen. Nach 1,5 Stunde Jogging komme ich nach Hause zurück, bade (!) und esse ein wenig. Dann spüle ich SOFORT und mache bis Mittag horizonterweiternde Sachen wie z.B. Sachliteratur lesen, Französisch lernen, Atemtechnik üben, Emails schreiben, die in meinem Posteingang liegen. Um 13 Uhr koche ich mir gesundes Essen und danach gehe ich lange spazieren, da die Bewegung nach der Mahlzeit der Verdauung gut tut. Ein wenig müde kehre ich zurück, trinke grüner Tee und gucke maximal 30 Min. fern. Dann mache ich Stretching und lerne neue Übungen aus meinem Pilates-Buch. Am Abend koche ich wieder, gehe eine Stunde Inline skaten, tue wieder was für die Entwicklung der Weltanschauung und gehe früher ins Bett.
Was man tatsächlich hat:
Ich schlafe bis 10:34. Noch 30 Min. überzeuge ich mich, endlich aus dem Bett zu kommen. Danach esse ich fast alles auf, was Kohlenhydrate enthält und im Kühlschrank vorhanden ist. Da Essen selbst so viel Energie verlangt, habe ich keine Kraft mehr, dem Geschirr meine Aufmerksamkeit sofort zu schenken. Ich lege mich wieder ins Bett und versuche, was Vernünftiges im Fernseher zu finden, was, natürlich, Horizont erweitern mag. Weiß leider nicht, wie der Promi-Klatsch und die Review der Bundesliga-Spiele dabei mitmachen. Danach lese ich zum X Mal „Stolz und Vorurteil“, bis Mr.Darcy endlich der Elizabeth seine Gefühle offenbart. Zufrieden damit esse ich am Nachmittag zu Mittag! Da es aber so spannend ist, wie sich die Geschichte im Roman weiterentwickelt (!), lese ich die weiteren 140 Seiten bis zum Ende. Ich lese grundsätzlich immer im Bett. So, fast den ganzen Tag im Bett. Ich nenne solche Tage „my personal Shabbat“. Ein wenig Sport könnte nicht schaden. Ich gehe zum ersten Mal skaten und stelle fest, dass mein Haus sich auf dem Berg befindet. Stelle erstmal fest, als ich blitzschnell runterrolle und hoffe, dass auf meinen Weg kein Auto oder Person kommt. Und sicher bin ich drauf gespannt, wie ich bremsen werde. Ich bremse ein wenig unelegant und habe auf dem Knie die erste Wunde nach bestimmt 13Jahren. Nach 15 Minuten des Theaterstücks der überschätzen Fähigkeiten krieche ich mich zurück und aus Frust esse ich die letzte vorhandene Nahrung auf.
Um einen Ausgleich zu finden, putze ich mein Zimmer und Bad. Danach sitze ich zufrieden vor dem Fernseher und träume inzwischen von einem Mr.Darcy und einem Astana-Besuch.
Was man tatsächlich hat:
Ich schlafe bis 10:34. Noch 30 Min. überzeuge ich mich, endlich aus dem Bett zu kommen. Danach esse ich fast alles auf, was Kohlenhydrate enthält und im Kühlschrank vorhanden ist. Da Essen selbst so viel Energie verlangt, habe ich keine Kraft mehr, dem Geschirr meine Aufmerksamkeit sofort zu schenken. Ich lege mich wieder ins Bett und versuche, was Vernünftiges im Fernseher zu finden, was, natürlich, Horizont erweitern mag. Weiß leider nicht, wie der Promi-Klatsch und die Review der Bundesliga-Spiele dabei mitmachen. Danach lese ich zum X Mal „Stolz und Vorurteil“, bis Mr.Darcy endlich der Elizabeth seine Gefühle offenbart. Zufrieden damit esse ich am Nachmittag zu Mittag! Da es aber so spannend ist, wie sich die Geschichte im Roman weiterentwickelt (!), lese ich die weiteren 140 Seiten bis zum Ende. Ich lese grundsätzlich immer im Bett. So, fast den ganzen Tag im Bett. Ich nenne solche Tage „my personal Shabbat“. Ein wenig Sport könnte nicht schaden. Ich gehe zum ersten Mal skaten und stelle fest, dass mein Haus sich auf dem Berg befindet. Stelle erstmal fest, als ich blitzschnell runterrolle und hoffe, dass auf meinen Weg kein Auto oder Person kommt. Und sicher bin ich drauf gespannt, wie ich bremsen werde. Ich bremse ein wenig unelegant und habe auf dem Knie die erste Wunde nach bestimmt 13Jahren. Nach 15 Minuten des Theaterstücks der überschätzen Fähigkeiten krieche ich mich zurück und aus Frust esse ich die letzte vorhandene Nahrung auf.
Um einen Ausgleich zu finden, putze ich mein Zimmer und Bad. Danach sitze ich zufrieden vor dem Fernseher und träume inzwischen von einem Mr.Darcy und einem Astana-Besuch.
Freitag, 2. April 2010
Donnerstag, 1. April 2010
Stabmixer
Ich wusste nicht, dass kulinarisches Glück sich so simpel definieren lässt.
***
Meine Süchtigkeit alles unbedingt püriert zu essen geht wahrscheinlich tief in die nicht-genug-pürierte Kindheit zurück. Oder ein Zeichen der langsamen Alterung?
***
Grüße Soße wird heute gekauft. Oder selber püriert gemacht.
***
Meine Süchtigkeit alles unbedingt püriert zu essen geht wahrscheinlich tief in die nicht-genug-pürierte Kindheit zurück. Oder ein Zeichen der langsamen Alterung?
***
Grüße Soße wird heute gekauft. Oder selber
Montag, 22. März 2010
Nauriz
Heute ist es Nauriz meirami.
Ohne meine dicke Lieblingswinterjacke fühle ich mich draußen nackt.
In meiner dicken Lieblingswinterjacke scheint es mir so, als ob ich eine mobile Mini-Sauna-Anlage mitschleppe.
Ohne meine dicke Lieblingswinterjacke fühle ich mich draußen nackt.
In meiner dicken Lieblingswinterjacke scheint es mir so, als ob ich eine mobile Mini-Sauna-Anlage mitschleppe.
Montag, 8. März 2010
Alles in einem

Alles ist nun gedreht.
Vieles ist anders und ich freue mich auf das kommende Neue. Neue Jahreszeit, neues Jahr, neuer Beginn. Im Zuge der neuen Lebensbedingungen bin ich irgendwie von der Welt abgekapselt und das ist auch gut. So viel Zeit zur Selbstreflexion. Schöne, aufregende Zeit mit langen Denken und Nachdenken. Ich schreibe auf, was ich vorhabe. Mit Bullet-Points. Das Gelingen hängt von mir ab, nämlich, davon, ob ich Allah überzeuge, dass ich es wirklich intensiv und stark genug wünsche. Oder soll ich mich selber überzeugen und von der störenden Außenwelt trennen lassen, die manchmal dran zweifelt. Und dann strahle ich diese unglaubliche Energie des Vorhabens automatisch so intensiv aus, dass der Himmel sie netterweise empfängt. Ohne weitere Nachfragen in Form von verzweifelten Nächten und Selbstgespräche.
Mein Papa schlägt mir vor, meine Alltagsgedanken aufzuschreiben. Das tue ich auch. Ab heute. 2 Tage landen auf 8 Seiten, Schriftgröße 12, Zeilenabstand normal. Ich nehme es mir vor, den ganzen Februar zu dokumentieren. Und jeden Tag im März. Mit der Zeit werde ich sie ins Deutsche übersetzen, aber nur die Highlights. Für die Family soll ich die Gedankenwelle oder eher den chaotischen Fluß vorfiltern, sonst gibt es Sorgen.
Ich skype kurz am Samstag mit den Eltern. Wir reden 30 Minuten und das war´s. Was konnte ich vorher täglich meiner Mama mind. 20 Minuten lang so alles erzählen? Nun lernen wir beide, uns kürzer zusammenzufassen und nur das Wichtigste rüberzubringen. Es klappt.
Ich lese alles, was so in meinem Laptop gespeichert wurde unter dem Label „Irgendwann im nächsten ruhigeren Leben“. Der Computer ohne Internet erinnert mich an die Kranken, die in Koma liegen, künstlich atmen, werden ernährt, und wenn man häufiger das Wort „Euthonasie“ zum Ausdruck bringt. Ich las alle Dateien, die ich zur besseren Zeiten abgelagert habe. Spannend. Am Samstag las ich Jennys Reiseeinträge aus Indien, und wurde von diesem Gefühl of travelling so begeistert. Die Maßstäbe waren zwar unterschiedlich, aber direkt danach ging es in die unbekannte Innenstadt zum Erkunden, womit man hier atmet. Kalt.
Am Sonntagabend lese ich dann meine Eingangskurznachrichtenbox komplett durch. So kann ich viele Ereignisse wiederaufbauen. In meinem alten Handy habe ich in besten Zeiten bis 100 Sms gespeichert, da es mir schwer fiel, die alle zu löschen. Sie waren ein Teil von meinem Leben, vom vergangenen, aber trotzdem. Dann wurde das Handy gestohlen. Ich nahm es ernst und fing an, dem Symbolismus näher zu kommen. Seitdem speichere ich im Handy nur das Wesentlichste. Nur das Wichtigste, das Essentionellste, das Allerbeste. Ich beschränke mich auf die Anzahl von 15. Schwierig.
Mein erster Wunsch in der neuen Woche ist es, keine Nachrichten mehr zum Kindermissbrauch hören zu dürfen; den Schnee im nächsten halben Jahr und ausschließlich bis Dezember, 2010 nicht mehr zu sehen; länger über Ylang-Ylang-Duft der neuen Creme zu freuen; und bis Wochenende geduldig die Tage zu zählen. Ich warte so sehr drauf.
Je t’aime you all, meine bekannte LieblingsleserInnen.
07.03.10
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